Angebote der Wohlfahrtsverbände
Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
Vor über 50 Jahren wurden erstmals Menschen als „Gastarbeiter“ in die Bundesrepublik Deutschland geholt, weil in der aufstrebenden Volkswirtschaft nicht mehr genug Arbeitskräfte vorhanden waren. Damals war den Deutschen zumindest bewusst, dass der Aufschwung ohne fremde Hilfe nicht zu schaffen war. Bis in die heutige Zeit ist das Thema Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aktuell: laut Datenerhebung des Kreises Mettmann haben bereits heute über 25% der im Kreis Mettmann lebenden Menschen eine Zuwanderungsgeschichte.
Die Zuständigkeiten bezüglich der Integration von Menschen mit Mitgrationshintergrund im Kreis Mettmann stellen eine Herausforderung für ein koordiniertes Handeln dar. Die Wohlfahrtsverbände im Kreisgebiet haben sich daher entschlossen, die Arbeitsteilung tabellarisch darzustellen, um hiermit die Transparenz zu erhöhen. Dabei wurden nur die Angebote aufgenommen, die ein spezielles Angebot für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte darstellen.
Das Ziel besteht darin, diese Menschen in Regelangebote der Wohlfahrtspflege zu integrieren. In vielen unserer Dienste gelingt dies bereits – insbesondere in Qualifizierungsangeboten und Beschäftigungsprojekten gelingt die interkulturelle Öffnung.
Beispielhaft sollen einige reguläre Angebote genannt werden, die von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte gerne angenommen werden und daher in der Tabelle nicht aufgeführt sind:
- Kindertagesstätten
- Allgemeine und psychosoziale Beratungsangebote
- Förderangebote in Kooperationen mit Schulen u.a.
Viele Aufgaben sind ohne die Beteiligung der Zugewanderten selbst kaum noch leistbar – als ein Beispiel sei die Pflege erwähnt. Die Entwicklung zeigt auf, dass es sich bei Migranten/innen längst nicht mehr um eine Minderheit handelt. Es ist in unser aller Interesse, die Vielfalt an Kulturen und Kompetenzen als einen Erfolgsfaktor unserer Gesellschaft zu entdecken und zu fördern. Der demografische Wandel in Deutschland lässt ohnehin keine Alternative zu.
Die Wohlfahrtsverbände im Kreis Mettmann stellen sich gerne der Herausforderung, Bewusstsein zur interkulturellen Öffnung zu stärken und zukunftsfähige Handlungsschritte für ein erfolgreiches Miteinander zu entwickeln – letztlich mit dem Ziel, zukünftig spezielle Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund überflüssig werden zu lassen.
Wir laden alle weiteren Interessierten zu einem konstruktiven Dialog ein.
Mettmann, im Januar 2009:
• Caritas im Kreis Mettmann
• Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Mettmann
• Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Mettmann
• Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann gGmbH
• Diakonisches Werk im Kirchenkreis Niederberg e.V.
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